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	<title>Abitur 2010 Nrw&#187; Deutsch Leistungskurs, Grundkurs Zentralabitur 2010</title>
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		<title>Christa Wolf über Weibliches Schreiben</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Feb 2010 12:49:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Christa Wolf]]></category>
		<category><![CDATA[weibliches Schreiben]]></category>

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		<description><![CDATA[Aussagen von Christa Wolf über das Weibliche Schreiben

Vorraussetzungen für weibliches Schreiben sieht Christa Wolf in der unterschiedlichen Wirklichkeitswahrnehmung von Männern und Frauen (biologisch und historisch bedingt)
Frauen fehlen die Vorbilder für weibliches Schreiben
Selbsterforschung ist die Motivation zum Schreiben
Kassandra ist nicht als geschlossene Erzählung konzipiert (lineare Struktur etc. fehlt), damit wendet sich Christa Wolf bewusst von männlichen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Aussagen von Christa Wolf über das Weibliche Schreiben</p>
<ul>
<li>Vorraussetzungen für weibliches Schreiben sieht Christa Wolf in der unterschiedlichen Wirklichkeitswahrnehmung von Männern und Frauen (biologisch und historisch bedingt)</li>
<li>Frauen fehlen die Vorbilder für weibliches Schreiben</li>
<li>Selbsterforschung ist die Motivation zum Schreiben</li>
<li>Kassandra ist nicht als geschlossene Erzählung konzipiert (lineare Struktur etc. fehlt), damit wendet sich Christa Wolf bewusst von männlichen Schreibmustern ab</li>
<li>Das weibliche Schreiben legt ein Augenmerk auf die Gefühle</li>
<li>Sprachskepsis und Sprachproblematik herrschen vor</li>
<li>Schreiben ist keine geschlossene Handlung, der Schreibprozess steht im Vordergrund nicht das fertige Ergebnis</li>
<li>Setzt sich durch das Schreiben mit sich selbst ausseinander</li>
</ul>
<p><span id="more-139"></span></p>
<p>Weibliches Schreiben unterscheidet sich grundlegend von männlichem Schreiben, dieses sei auf rationales und Ereignisse fixiert anstatt auf Gefühle. Frauen würden eher Details beschreiben, bei ihnen stehen Augenblicke im Vordergrund. Schreiben dient dem Wiedergeben einer Handlung und nicht dem Selbstfindungsprozess.<br />
Weibliches Schreiben an einer Textstelle belegen: S. 150-155<br />
Fragmentarische Erzählform, keine geschlossene Struktur nach dem Muster von Homer (Einleitung, Höhepunkt, Schluss)<br />
Gefühle und Gedanken werden Leser vermittelt<br />
Diese werden durch Exclamationen verstärkt<br />
Die Erinnerungen sind nicht chronologisch aufbereitet<br />
Der Erzählvorgang wird von späteren Erkenntnissen durchbrochen<br />
Es gibt einen Erkenntnisprozess während des Schreibens<br />
Selbsterfahrung<br />
- Die Eindrücke fließen in die Erinnerung mit ein (S. 150, Z. 32)<br />
Einzelne Fragmente, keine lineare Struktur<br />
Verwendung der Interpunktion folgt nicht den gängigen Mustern [z.B. Punkt anstatt Fragezeichen]<br />
Offene Schreibweise<br />
innere Monologe und Dialoge gehen ineinander über<br />
Fragen stehen parallel und bleiben unbeantwortet<br />
Satzfetzen als innerer Monolog, diese wirken unfertig<br />
Vermischung von literarischen Gattungsformen (in epischen Texten übergangslos z.B. die dramatische Form)<br />
Zeit- und Personensprünge<br />
Assoziatives Schreiben ohne Einhaltung zeitlicher handlungslogischer und gattungsspezifischer Vorgaben<br />
Selbsterforschung<br />
eigene Erfahrungen sind zentral</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Gustav Schwaab: Sagen des klassischen Altertums (Kassandra)</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Feb 2010 12:46:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutsch]]></category>
		<category><![CDATA[Christa Wolf]]></category>
		<category><![CDATA[Kassandra]]></category>

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		<description><![CDATA[Kassandra wird in zwei Betrachtungsweisen gesehen: Als Königstochter und als verrückte Wahrsagerin, sie ist eine Einzelgängerin die weiß, dass ihr niemand glaubt. Sie wird bedroht, damit sie mit ihren Visionen aufhört. Zum Schluss ist sie traurig um Troja und verhöhnt ihre Mitmenschen (Rache, Schadenfreude)
Vergleich Schwaab/Christa Wolf: Aussenseiterin, Wahnsinnsanfälle, wird auch von Wolf nicht als Autoritätsperson [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kassandra wird in zwei Betrachtungsweisen gesehen: Als Königstochter und als verrückte Wahrsagerin, sie ist eine Einzelgängerin die weiß, dass ihr niemand glaubt. Sie wird bedroht, damit sie mit ihren Visionen aufhört. Zum Schluss ist sie traurig um Troja und verhöhnt ihre Mitmenschen (Rache, Schadenfreude)<br />
Vergleich Schwaab/Christa Wolf: Aussenseiterin, Wahnsinnsanfälle, wird auch von Wolf nicht als Autoritätsperson akzeptiert<br />
Kassandra steht allein außerhalb der Gesellschaft, sie fordert Hochachtung für den toten Hektor (wird vom Volk akzeptiert), wird aber ansonsten von der Bevölkerung für Wahnsinnig gehalten, ist in ihrem inneren traurig über den Untergang Trojas. Kassandra ist unglücklich.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Kassandra (Textvorlage von Aischylos)</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Feb 2010 12:45:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutsch]]></category>
		<category><![CDATA[Aischylos]]></category>
		<category><![CDATA[Christa Wolf]]></category>
		<category><![CDATA[Kassandra]]></category>

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		<description><![CDATA[Textvorlage von Aischylos:
Kassandra ist in dieser Zeit eine starke, zielstrebige Frau, die sich zum Ende mit ihrem Schicksal abgefunden hat und keine Reue empfindet. Vergleich zu Christa Wolf: Kassandra bleibt eine starke Frau, die sich zwar mit ihrem Schicksal abgefunden hat aber keine Reue empfindet.
Vergleich männlich/weiblicher Text: Aischylos stellt Kassandra als gebrochene Frau dar und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Textvorlage von Aischylos:<br />
Kassandra ist in dieser Zeit eine starke, zielstrebige Frau, die sich zum Ende mit ihrem Schicksal abgefunden hat und keine Reue empfindet. Vergleich zu Christa Wolf: Kassandra bleibt eine starke Frau, die sich zwar mit ihrem Schicksal abgefunden hat aber keine Reue empfindet.<br />
Vergleich männlich/weiblicher Text: Aischylos stellt Kassandra als gebrochene Frau dar und Christa Wolf als starke Frau.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Friedrich Schiller: Kassandra</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Feb 2010 12:43:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutsch]]></category>
		<category><![CDATA[Christa Wolf]]></category>
		<category><![CDATA[Friedrich Schiller]]></category>
		<category><![CDATA[Kassandra]]></category>

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		<description><![CDATA[Kassandra ist mit ihrer Sehergabe unglücklich, fühlt sich durch ihre Erkenntnis ausgeschlossen (Vers 25-32), ist dem Spott ihrer Mitmenschen ausgesetzt (Vers 34-41), blickt auf ihre Jugend zurück, hat ihr Schicksal akzeptiert (Vers 59-70), Abwendung vom Palast (und der Religion =&#62; Vers 21-24), Einsamkeit ist allgegenwärtig fast in jeder Strophe, Empfindet die Sehergabe als Qual (Vers [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kassandra ist mit ihrer Sehergabe unglücklich, fühlt sich durch ihre Erkenntnis ausgeschlossen (Vers 25-32), ist dem Spott ihrer Mitmenschen ausgesetzt (Vers 34-41), blickt auf ihre Jugend zurück, hat ihr Schicksal akzeptiert (Vers 59-70), Abwendung vom Palast (und der Religion =&gt; Vers 21-24), Einsamkeit ist allgegenwärtig fast in jeder Strophe, Empfindet die Sehergabe als Qual (Vers 37), Selbstmitleid (Vers 63/64), Mit Sehergabe ist man immer unglücklich (Vers 38), Schicksal ist unausweichlich (Vers 55-57), Neid auf die Schwester (Vers 75), Unvollendete Liebe zwischen Kassandra und Aineas (Vers 83-90), Fatalismus, Todesbewusstsein (Vers 91-94)</p>
<p>Unterschiede zwischen der Erzählung von Christa Wolf und dem Gedicht von Friedrich Schiller</p>
<table>
<tr>
<td>Christa Wolf</td>
<td>Friedrich Schiller</td>
</tr>
<tr>
<td>Hoffnung</td>
<td>Selbstmitleid</td>
</tr>
<tr>
<td>Entwicklung zu sich selbst, Selbstfindungsprozess</td>
<td>keine Entwicklung zu erkennen</td>
</tr>
<tr>
<td>fragmentarische Struktur</td>
<td>klare, offensichtliche Struktur zu erkennen</td>
</tr>
<tr>
<td>kein Neid</td>
<td>Neid auf die, die keine Sehergabe besitzen</td>
</tr>
<tr>
<td>versucht sich in die Gesellschaft einzubringen</td>
<td>grenzt sich bewusst ab</td>
</tr>
<tr>
<td>trifft sich mit Marpessa</td>
<td>kann sich niemandem anvertrauen</td>
</tr>
</table>
]]></content:encoded>
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		<title>Das Verhältnis zwischen der DDR und der BRD</title>
		<link>http://www.abi-makers.de/das-verhaltnis-zwischen-der-ddr-und-der-brd/</link>
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		<pubDate>Fri, 19 Feb 2010 12:36:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Christa Wolf]]></category>
		<category><![CDATA[Kassandra]]></category>

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		<description><![CDATA[Friedenskonferenz am 01.08.1975 Konferenz zur Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa, tilgenommen haben 33 europäische Staaten darunter gleichberechtigte Vertreter der BRD und DDR sowie Kanada und die USA.
Ergebnisse:

Unverletzlichkeit der Grenzen
Nichteinmischung in innere Angelegenheiten der einzelnen Staaten
Verzicht auf Gewalt
Achtung der Menschenrechte
Grundfreiheiten auf politische und religiösem Gebiet

Die DDR befürchtete vor allem eine kritische Berichterstattung durch westeuropäische Medien.
Die USA [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Friedenskonferenz am 01.08.1975 Konferenz zur Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa, tilgenommen haben 33 europäische Staaten darunter gleichberechtigte Vertreter der BRD und DDR sowie Kanada und die USA.</p>
<p>Ergebnisse:</p>
<ul>
<li>Unverletzlichkeit der Grenzen</li>
<li>Nichteinmischung in innere Angelegenheiten der einzelnen Staaten</li>
<li>Verzicht auf Gewalt</li>
<li>Achtung der Menschenrechte</li>
<li>Grundfreiheiten auf politische und religiösem Gebiet</li>
</ul>
<p>Die DDR befürchtete vor allem eine kritische Berichterstattung durch westeuropäische Medien.<br />
Die USA haben sich zum Kampf gegen den „Weltkommunismus“ entschieden und versuchen u.a. den wachsenden sowjetischen Einfluss in Asien und Teilen Afrikas zu bekämpfen.<br />
SALT (Stategic Arms Limitation Talks) II =&gt; Begrenzung strategischer Nuklearraketen [1979]</p>
<p><span id="more-128"></span></p>
<h2>Nachrüstungsdebatte</h2>
<p>NATO Beschluss (1979) =&gt; Waffen Stationierung in Westeuropa, 108 Mittelstreckeracketen in der BRD &gt;=&gt; Aufrüstung in der Sowjetuntion =&gt; Doppelbeschluss: NATO setzt diesen Entschluss nicht um, wenn die Sowjetunion auf die Nachrüstung mit Raketen verzichtet.<br />
BRD: Kriegsgegner (Gefahren einer erneuten Rüstungsdebatte) &lt;=&gt; Kriegsbeführworter (Schutzt der USA aufgeben) führten zu Friedensdemos und Protestbewegungen.<br />
USA entschieden sich für ein Raketenabwehrsystem, das von der BRD befürwortet wurde. Trotz der großen finanziellen Zuwendung für dieses Projekt fehlten die technischen Vorraussetzungen</p>
<h4>Neue Haushaltsformen (Geschlechtsverhältnisse)</h4>
<p>Anzahl der Ein-Personen Haushalte stieg auf 1/3, Nicht-heiraten wird zu einer alternative zum traditionellen Ehe-Modell<br />
Frauenbewegung: 70er Jahre: In den Medien wurden die traditionellen Geschlechterrollen kritisiert, Gründung von Frauenhäusern, feministische Gegenbewegung =&gt; Gesetzesveränderung =&gt; Scheidungsrecht reformiert</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Textstellenanalyse: Kassandra &#8211; Der Krieg in der Darstellung Kassandras</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Feb 2010 12:33:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Christa Wolf]]></category>
		<category><![CDATA[Kassandra]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Textstellenanalyse]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Textstelle auf S. 90-92 in Kassandra von Christa Wolf, erschienen 1983, beschreibt die Situation vor Ausbruch des Krieges zwischen Troja und Griechenland aus Sicht der Seherin Kassandra.
Zu diesem Zeitpunkt kämpften die Trojaner nicht mehr für Helena sondern um ihr Leben (S. 90, Zeile 15f.), dennoch dient Helena immer noch als ausschlaggebendes Propagandamittel um das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Textstelle auf S. 90-92 in Kassandra von Christa Wolf, erschienen 1983, beschreibt die Situation vor Ausbruch des Krieges zwischen Troja und Griechenland aus Sicht der Seherin Kassandra.<br />
Zu diesem Zeitpunkt kämpften die Trojaner nicht mehr für Helena sondern um ihr Leben (S. 90, Zeile 15f.), dennoch dient Helena immer noch als ausschlaggebendes Propagandamittel um das Volk aufzuhetzen. Kassandra erinnert sich daran, dass Anchises, der Vater von Aineas, die Trojaner kritisierte, weil diese für die Schönheit einer Frau kämpften und der Kriegsgrund somit noch unbedeutender sei als bei einem Krieg um Macht oder Reichtum. An diese Aussage schließt Kassandra die Erinnerung an Paris Auftreten auf dem Marktplatz an, als dieser das trojanische Volk wieder einmal mit Helena aufzuhetzen versuchte. Kassandra spricht Paris darauf an, der ihr daraufhin die Wahrheit über Helena gesteht, nämlich dass es diese gar nicht im Palast gibt. Auf diese Erkenntnis folgt eine erneute Vision von Kassandra, die ihr das Kriegsende offenbart und sie dazu bringt den Untergang Trojas zu prophezeien.</p>
<p><span id="more-126"></span><br />
Daraufhin wird sie wieder von den Palastwachen abgeführt und Eumelos vorgeführt. Diesen konfrontiert sie mit der Wahrheit, die sie soeben von Paris erfahren hat. Eumelos wirkt nicht überrascht sondern fragt sich nur warum Kassandra dies erst jetzt erfahren hat, da bereits der gesamte Palast über die Helena-Lüge bescheid wusste. Er droht Kassandra damit sie einzusperren wenn sie noch einmal den Untergang Trojas ausrufen sollte.<br />
Kassandra selbst wird in diesem Moment ihr Hass auf Eumelos bewusst und sie gesteht sich selbst ein, dass auch sie von ihm beeinflusst und manipuliert wird, da sie ansonsten nicht Trojas Niederlage prophezeit hätte sondern den Trojanern die Wahrheit über Helena gestanden hätte. Voller Verzweiflung appelliert Kassandra an die Vernunft ihres Vaters, da sie weiß, dass der Untergang Trojas ansonsten unausweichlich sein wird.<br />
Die Textstelle beschreibt die Kriegssituation in der sich die anfängliche Euphorie gelegt hat. Die Trojaner kämpften nicht mehr für den eigentlichen Kriegsanlass, da dieser im Anblick des Krieges in den Hintergrund gerückt ist. Kassandra durchschaut nun die Intrigen des Eumelos und die Männerwelt als ganzes, diese hatte sich ihr uvor nur fragmentarisch erschlossen. Sie erkennt auch, dass sowohl ihr Vater und ihre Brüder aber auch sie selbst von Eumelos beeinflusst und manipuliert werden. Inzwischen hat Eumelos die Entscheidungsgewalt im Palast, da Priamos von ihm immer weiter entmachtet und instrumentalisiert wurde. An diese Erkenntnis, insbesondere die Wahrheit über Helena, schließt sich eine weitere Vision Kassandras an. Sie ruft öffentlich den Untergeng Trojas aus, behält aber das Staatsgeheimnis von Helena für sich, da sie von Eumelos beeinflusst wird.<br />
Aus der Beeinflussung Priamos durch Eumelos ergibt sich ein Vater-Tochter-Konflikt. Sie kritisiert ihren Vater zum ersten Mal und appelliert zugleich an seine Vernunft (S. 92, Z. 24ff.). Für Eumelos empfindet Kassandra nur noch Hass (S. 92, Z. 6). Auf den Seiten 90-92 überwiegen hypotaktische Sätze, die Kassandras Erinnerung sehr genau beschreiben um dem Leser ein detailliertes Bild zu geben. Kassandra setzt ihre Erinnerung an diesen Zeitpunkt immer wieder mit späteren Erkenntnissen und ihrer Situation in Mykenae in Bezug.<br />
Auf S. 91 Z.19ff. setzt sie diesen Bezug ganz offensichtlich „wie in Mykenae“, sie bekräftigt diese Aussage zugleich mit einer Wiederholung. Auch ihre Aussage über den Untergang Trojas verstärkt sie in ihrer Erzählung mit einer Wiederholung und zusätzlich einer Exclamation (Z. 14-15 auf S. 91) „Weh, wir sind verloren“.<br />
Kassandras Erinnerung erfolgt fragmentarisch. Die Erinnerung im Vordergrund liegt vor Kriegsbeginn, sie durchschaut zu diesem Zeitpunkt erstmals die Intrigen des Eumlos und erkennt wie ihr Vater instrumentalisiert wird. Sie erinnert sich aber auch an die Kriegskritik von Achises, die er geäußert hatte als das Ende des Krieges abzusehen war. Darauf schließt sich wieder die Erinnerung an die Kriegsvorzeit an.<br />
Zwischendurch setzt Kassandra diese Erinnerung an den im Vordergrund stehenden Zeitraum mit ihrer Situation in Mykenae zum Zeitpunkt des Erzählens in Bezug und kommentiert ihre späteren Erinnerungen an den beschriebenen Zeitraum. Mit dieser fragmentarischen Form versucht Christa Wolf einen Überblick über die Situation zu geben und dem Leser bereits Informationen über später folgende Ereignisse zu geben. Kassandra durchschaut in dieser Textstelle nicht nur die Intrigen des Eumelos und erkennt wie dieser sie selbst aber vor allem ihren Vater beeinflusst hat, sie erkennt auch die Sinnlosigkeit des Krieges im Hinblick auf den vorgeschobenen Kriegsgrund. Durch diese Erkenntnis weiß sie auch das ein Verlieren des Krieges und ein darauf folgender Untergrand Trojas unabwendbar sind. Daraufhin appelliert sie an die Vernunft ihres Vaters, der ihre Bitte allerdings abweist. In Ergänzung mit den chronologisch späterfolgenden Erinnerungen ergibt Kassandras Erkenntnisprozess ein schlüssiges Gesamtbild.</p>
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		<title>Die Dritte Schiffsreise (Kassandra)</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Feb 2010 12:32:30 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Christa Wolf]]></category>
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		<description><![CDATA[Inhalt: Fest im Palast. Paris bekam von Aphrodite (G“ttin der Liebe) Helena die schönste Frau der Welt versprochen.  Dies erzählt er auch Menelaos, dem Mann von Helena. Kassandra erfuhr an diesem Abend die Sehergabe, sie sieht den Untergang Trojas daraufhin wird sie weggesperrt. Arisbe kommt zu ihr. Eumelos bereitet den König auf den Krieg vor, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Inhalt: Fest im Palast. Paris bekam von Aphrodite (G“ttin der Liebe) Helena die schönste Frau der Welt versprochen.  Dies erzählt er auch Menelaos, dem Mann von Helena. Kassandra erfuhr an diesem Abend die Sehergabe, sie sieht den Untergang Trojas daraufhin wird sie weggesperrt. Arisbe kommt zu ihr. Eumelos bereitet den König auf den Krieg vor, das Bewusstsein der Trojaner ändert sich. Eumelos inszeniert die Entführung von Helena durch Paris um den Krieg auszulösen.</p>
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		<title>Kassandra: Zweite Schiffsreise</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Feb 2010 12:31:37 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Schiffsreise]]></category>

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		<description><![CDATA[Zweite Schiffsreise:
Gründe: Die Schwester von König Priamos wurde vor einiger Zeit entführt und soll nun aus Sparte zurückgeholt werden.
Ablauf: Hekabe hat Einwände gegen diese Schiffsreise, da die Schwester von Priamos in Sparta nicht als Gefangene lebt sondern dort sogar Königin geworden ist. Auf dem Schiff ist unter anderem der Vater von Aineas und ein Seher. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zweite Schiffsreise:<br />
Gründe: Die Schwester von König Priamos wurde vor einiger Zeit entführt und soll nun aus Sparte zurückgeholt werden.<br />
Ablauf: Hekabe hat Einwände gegen diese Schiffsreise, da die Schwester von Priamos in Sparta nicht als Gefangene lebt sondern dort sogar Königin geworden ist. Auf dem Schiff ist unter anderem der Vater von Aineas und ein Seher. Das Volk bejubelt die Schiffsbesatzung und setzt diese unter einen hohen Druck, nach der Abfahrt kommen Ängste bei Aineas und Kassandra auf, ihnen wird die Mission der Reise gleichgültig/verhasst. Rückkehr: Die Reise war erfolglos, seher Kalchas fehlt. Er ist zu den Spartanern übergelaufen, allerdings verbreitet sich das Gerücht er sei von den Griechen efangenen genommen. Darüberhinaus wurde Kalchas von Priamos in Staatsgeheimnisse eingeweiht, Kassandra sieht das Kalchas übergelaufen ist, das Volk will ihr nicht glauben sondern nur Aineas.<br />
Konsequenzen: Das Volk ist begeistert, nach der Rückkehr denkt das Volk, das „Verderben“ hätte mit der zweiten Schiffsreise angefangen. Danach hat Kassandra eine ihrer Visionen (Ausbruch der Sehergabe), sie versucht es zu unterdrücken und spricht mit Aineas.<br />
Die zweite Schiffsreise ist persönlich motiviert. Priamos will sein Gesicht nicht verlieren. Hekabe ist gegen die Mission, auch diese Mission wird von den Mächtigen zur Propaganda benutzt. Kalchas ist übergelaufen aus Angst vor den Konsequenzen (immerhin hat er den ,Erfolg‘ der Schiffsreise vorraus gesagt).</p>
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		<title>Kassandra: Erste Schiffsreise</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Feb 2010 12:30:48 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Gründe: Orakel von Delphi befragen ob der Berg auf dem Troja gebaut wurde immer noch verflucht ist.
Ablauf: Lampos bricht nach Griechenland auf, verhandelt dort mit den Griechen, kauft Opfergaben für das Orakel [die Kosten übersteigen fast den ganzen Besitzt Trojas], befragt das Orakel allerdings nicht. Dafür bringt er Panthoos den Griechen mit nach Troja. Obwohl [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gründe: Orakel von Delphi befragen ob der Berg auf dem Troja gebaut wurde immer noch verflucht ist.<br />
Ablauf: Lampos bricht nach Griechenland auf, verhandelt dort mit den Griechen, kauft Opfergaben für das Orakel [die Kosten übersteigen fast den ganzen Besitzt Trojas], befragt das Orakel allerdings nicht. Dafür bringt er Panthoos den Griechen mit nach Troja. Obwohl Panthoos freiwillig mit nach Troja wollte stellt Lampos es so dar, als würde er Panthoos als ,Trophäe‘ mitbringen.<br />
Konsequenzen: Troja verliert fast das ganze Vermögen, die Fragen an das Orakel von Delphi bleiben unbeantwortet dafür erhalten sie einen Priester des Apollo. Die Reise hatte aber noch politische Gründe, da man mit den Griechen über einen Handelsweg verhandeln möchte.<br />
Hinweis zur Schiffsreise allgemein:<br />
Kassandra war zu diesem Zeitpunkt noch ein Kind, sie hat das Schiff viel größer in Erinnerung als es eigentlich war.<br />
Die erste Schiffsreise war ein politisch motiviertes und später beschönigtes Ereignis.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Der Ich Roman am Beispiel von Kassandra</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Feb 2010 12:29:15 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[ich roman]]></category>
		<category><![CDATA[Kassandra]]></category>

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		<description><![CDATA[Besondere Darstellungsmerkmale: Perspektivierung und Medialisierung: Individualität wirft ein besonderes Licht auf die Erzählsituation. Der Ich-Erzähler erzählt sein eigenes Leben (ähnlich autobiografisch9 nach einem Erkenntnis- / Reue- / etc. &#8211; Prozess. Das erzählende Ich (hat den Reifeprozess durchlebt, kennt bereits Ereignisse die noch in der ,Zukunft‘ liegen) ist nicht mit dem erlebenden Ich gleichzusetzen. Man kann [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Besondere Darstellungsmerkmale: Perspektivierung und Medialisierung: Individualität wirft ein besonderes Licht auf die Erzählsituation. Der Ich-Erzähler erzählt sein eigenes Leben (ähnlich autobiografisch9 nach einem Erkenntnis- / Reue- / etc. &#8211; Prozess. Das erzählende Ich (hat den Reifeprozess durchlebt, kennt bereits Ereignisse die noch in der ,Zukunft‘ liegen) ist nicht mit dem erlebenden Ich gleichzusetzen. Man kann diese auch in ein „sprechendes Ich“ (das die Handlung gerade erzählt) und ein „sehendes Ich“ (dass die Ereignisse, die beschrieben werden, ,sieht‘) unterscheiden.</p>
<p>Auf die Textstelle bezogen S. 7 &#8211; 13</p>
<p>Die Einleitung (bis zum ersten Absatz) ist ein Prolog aus der Sicht eines auktorialen Erzählers. Danach beginnt der innere Monolog Kassandras (wird teilweise wegen des Erzählstils von Christa Wolf auch ,innerer Dialog‘ genannt). Der Ich-Erzähler erzählt „retroperspektivisch“ das heißt aus einer subjektiven, tief in der Erinnerung verwurzelten Sichtweise (Erzählweise).</p>
<ul>
<li>S. 7 „nichts was ich hätte tun oder lassen&#8230;“ =&gt; Kassandra akzeptiert ihr Schicksal und ist Einsichtig. Dies ist die Sicht des ,erzählenden Ichs‘, das schon einen Gesamtüberblick über die Situation hat und einsichtig geworden ist.</li>
</ul>
<p><span id="more-118"></span></p>
<h3>Allgemeines zur Erzählsituation eines Ich-Romans</h3>
<p>Ein Ich-Roman erweckt den Anschein einer ,wahren‘ Geschichte. Die Erzählsituation ist subjektiv, die Realität wird als Bewusstseinsinhalt empfunden. Es kommt zu einer Vermengung von dinglicher Außenwelt (objektiv) und der ideelen Innenwelt (subjektiv). Es erfolgt außerdem eine scharfe Perspektivierung des Erzählten.</p>
<p>Raum-Zeitliche Fixierung: schärfere Konturen der Erzählung, Individualität/Typik der Persönlichkeit des Erzählers -&gt; eigentümliches Licht auf Szene, quasi-autobiografischer Ich-Roman =&gt; Spannung zwischen erlebendem und erzählendem Ich, Wandlung durch Reue/Belehrung/Einsicht, Spannung wird gesteigert</p>
<p><strong>Vergangenheit &lt;=&gt; Gegenwart</strong></p>
<p>Das erzählende Ich ist reifer, einsichtiger, innerlich gewachsen. Es hat einen höheren moralischen, religiösen, sozialen, humanitären Standpunkt.</p>
<p><strong>Personaler Roman:</strong></p>
<ul>
<li>Reflexion, essayistische Abhandlung, Interesse an Geschehenem selbst</li>
<li>Hervorhebung er Innenwelt, Bewusstseinsabläufe, Gedanken, Stimmungen der Ich-Figur</li>
</ul>
<p>Anhand von Textstellen:</p>
<ul>
<li>S. 13: Selbstreflexion =&gt; Erkenntnis: „Beweisen will ich nichts mehr“</li>
<li>S. 13 Kassandra beschreibt die Jetzt-Situation aus Sicht einer Außenstehenen (spricht in der dritten Person über die Anwesenden) „die Sieger“ bzw. „die Gehorchenden“.</li>
<li>S. 9 Erkenntnis bzw. Wertung „Der Ton der Verkündung ist dahin. Glücklicherweise dahin.“</li>
</ul>
<p><strong>Zusammenfassung:</strong></p>
<ul>
<li>Ich-Roman (Erzähler tritt als Person im Roman auf) &#8211; häufig, um die vermeintliche Realität des Romans zu unterstützen</li>
<li>personaler Roman (Hervorhebung der Innenwelt, Bewusstseinstrom, Reflexion)</li>
<li>Wechsel zwischen auktorialem Erzähler und personalem Erzähler (Erinnerungsmoolog wird durch Person unterstützt) auf Kassandra übertragbar)
<ul>
<li>Bsp. : Problog S. 7, Z. 1-10 auktorialer Erzähler -&gt; „Da stand sie“ (Z. 1) ab Z. 11 personaler Erzähler =&gt; „Mit der Erzählung gehe ich in den Tod“ (Z. 11) (Vorrausdeutung)</li>
<li>Verschmelzung von auktorialem und personalem Erzähler in Z. 11 (es ist nicht klar, ob Kassandra oder der auktoriale Erzähler spricht. Es ist möglich, dass die Aussagen auf Kassandra und Christa Wolf zutreffen)</li>
<li>Erzählung nach einschneidender Entwicklung</li>
<li>Bsp.: „Hier ende ich, ohnmächtig und nichts, nichts was ich hätte tun oder lassen, wollen oder denken können, hätte mich an ein anderes Ziel geführt“ (Z. 7, S. 12) [Kassandra akzeptiert ihr Schicksal]</li>
<li>Ziel des Erinnerungsmonologs: Kassandras Besinnung auf die eigene weibliche Sprache und Stimme
<ul>
<li>Bsp.: „Mit meiner Stimme sprechen: das Äußerste. Mehr, anders habe ich nicht gewollt.“ (S. <img src='http://www.abi-makers.de/wp-includes/images/smilies/icon_cool.gif' alt='8)' class='wp-smiley' title="Der Ich Roman am Beispiel von Kassandra" /> </li>
<li>Reflexionsprozess über Verlust der Autonomie. Kein einfaches Zurückblicken, sondern erneutes Durchleben (=&gt; ähnelt Autobiographie)</li>
</ul>
</li>
</ul>
</li>
</ul>
<p>Wechsel zwischen erzählendem Ich (reproduktiv) und erlebtem Ich (retroperspektivisch=&gt; Subjektive in der Erinnerung verwurzelte Sichtweise) =&gt; Spannung zwischen erlebten und erzählendem Ich</p>
<p>=&gt; Vergangenheit &lt;=&gt; Gegenwart</p>
<p>Ich-Wertung und Erkenntnis: Bsp.: „Der Ton der Verkündung ist dahin. Glücklicherweise dahin.“ (S.9) „Mitleid mit mir habe ich nicht mehr als mit anderen. Beweisen will ich nichts mehr.“ (S. 13)</p>
<p>-Vermengung von dinglicher Außenwelt (objektiv) und ideeller Innenwelt (subjektiv) (auktorialer &lt;=&gt; personaler Erzähler)</p>
<ul>
<li>männliche „Objektivität“ &lt;=&gt; weibliche „Subjektivität“</li>
<li>Perspektivierung und Medialisierung =&gt; Individualität wirft ein besonderes Licht auf die Erzählsituation</li>
<li>=&gt; Erzählsituation unterstützt den Reifungsprozess und die Gefühlswelt Kassandras</li>
</ul>
<p>Rhetorische Mittel in Kassandra (Anhand der Textstelle S. 9-13)</p>
<p>„Unter Druck gesprochen“ =&gt; Zeitdruck (Tod Kassandras) führt zu Auslassungen, Gedankenfetzen, Ausdrucksnot =&gt; Not der Mitteilung (Sprachnot)</p>
<p>Klarstellung =&gt; korrigiert sich selbst während der Erzählung [Selbstvergewisserung] =&gt; Wiederholungen, Verkürzungen, Häufungen</p>
<p>Veränderung soll mitgeteilt werden, soll „gehört“ werden =&gt;</p>
<p>Seelische Vorgänge wichtiger als äußere Handlungen, Kalaydoskopartige Aufsplittung der Geschichte (Handlungsebene), Zeit ist eine variable Größe statt linearer Ablauf</p>
<p>Auktorialer &lt;=&gt; personaler Erzähler</p>
<p>Subjektivierung &lt;=&gt; Objektivierung; Betonung des Augenblicks =&gt; Zeitdehnung. Ich Erzählerin stößt tastend in die Vergangenheit vor. Erzählung holt sich am Ende selbst ein. (man kommt wieder zum Ausgangspunkt zurück) In der Erinnerung erlebte Welt, Erzählung nach einschneidender Entwicklung, inneres Wachstum (Reifeprozess, Persönlichkeitsentwicklung). Der innere Monolog Kassandras betont alle Kriterien der persönlichen Ich-Erzählung.</p>
<p>Rhetorische Figuren: Anapher, Inversion, Akkumulation (Reihung), Rhetorische Frage, Vergleich, Geminatio<br />
Satzstruktur/Synthax: Hypotaxen, Parataxen, Kurzsätze wechseln sich ab<br />
Erzählsituation: Personale Ich-Erzählung [Erinnerungsdialog]</p>
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