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Christa Wolf: Kassandra – Erste Vorlesung

  1. Zentrale Gedanken dieser Vorlesung
    1. verändertes „Seh-Raster“ der Autorin
      1. verändertes „Selbst-Gefühl“ und „selbst-Anspruch“ (Z. 16/17)
      2. veränderte „Wirklichkeitswahrnehmung“ (vgl. Z. 24/25)
    2. Unterdrückung der Frau zu Gunsten einer patriarchalischen Gesellschaft
      1. Verdrängung der Frau aus dem öffentlichen Leben in Griechenland
      2. Frauenrollen im klassischen Theater von Männern übernommen (Z. 50)
      3. Frauen sind von öffentlicher/politischer Tätigkeit ausgeschlossen (Z. 30-40)
  2. „sehen aller Umstände“ => Beschäftigung mit der griechischen Mythologie (insbesondere Kassandra), Vernichtung einer matriarchalischen Kultur zu Gunsten einer patriarchalischen Gesellschaft
    1. Verdrängung der Frau aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens (Literatur, Politik, Theater, Priesteramt usw.) => neues Sehraster = fortschreitende Zurückbildung der „reinen Männerwelt“
      1. ironische Schilderung „Mond besingender Männer“ (Z. 101)
      2. zunehmende Probleme für Männer in ihrer Männerwelt (vgl. Z. 106)
      3. Zurückeroberung des weiblichen Selbstbewusstseins (vgl. Z. 110-117)
  3. Kritik an „objektiver Ästhetik“
    1. Objektivität = „männliche Objektivität“
    2. abendländische Literatur bietet „Schreibenden“ (Z. 80) keine authentischen Muster
    3. Literatur wird (wurde) nicht genügend von Frauen repräsentiert (Ausnahme: Sappho)

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