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Gesamtübersicht Maria Stuart

Maria Stuart von Friedrich Schiller (Hamburger Leseliste Verlag)

Maria Stuart von Friedrich Schiller (Hamburger Leseliste Verlag)

Maria Stuart ist ein Drama von Johann Christopf Freidrich Schiller (* 10.11.1759 †09.05.1805). Schiller war einer der bekanntesten deutschen Dichter und Dramatiker und darüber hinaus auch als Philosoph und Historiker tätig.

Das Drama beschreibt die letzen Tage der Schottenkönigin Maria Stuart vor ihrer Hinrichtung durch die Englische Königin Elisabeth. Vor dem Beginn des Romans steht Maria Stuarts Flucht aus Frankreich nach England, auf Grund der von ihr angeordneten Ermordung ihres Gattens. Sie erhoffte sich Schutz durch ihre Verwandten, der Königin Elisabeth, wird jedoch stattdessen inhaftiert, da sie erbrechtlichen Anspruch auf Elisabeths Thron hat und so eine Bedrohung ist. Drei Tage vor Maria Stuarts Tod setzt die Handlung ein.

Betört von Marias Schönheit versuchen einige junge Männer sie zu befreien, jedoch scheitern alle Versuche.

Mortimer, der Enkel von Paulet (Marias Wächter auf dem Schloss das ihr Gefängnis darstellt), konvertierte heimlich zum Katholizismus und will nun Maria Stuart retten. Um Zeit zu schinden und die Rettung Marias vorzubereiten übernimmt er von Elisabeth den inoffiziellen Mordauftrag an Maria Stuart, welchen er jedoch nie ausführt.

Leicester, ein Liebhaber Marias und Vertrauter und Geliebter Elisabeths, arrangiert ein Treffen der beiden Königinnen in der Hoffnung auf eine friedliche Lösung. Burleigh, einer der Berater Elisabeths, drängt jedoch weiterhin auf die rasche Hinrichtung Marias, während Talbot, ein weiterer Berater Marias, auf eine Neuverhandlung vor einem schottischen Gericht drängt.

Als Maria und Elisabeth aufeinander treffen geraten sie in einen Streit, der jegliche Begnadigungsgesuche Marias zunichte macht. Gedrängt durch den Hass und ihr Volk unterschreibt Elisabeth den Hinrichtungsbefehl.

Mortimers Verbündete versuchen Elisabeth zu töten. Der Versuch schlägt jedoch fehl und Mortimer erdolcht sich, als sein Verrat aufgedeckt wird.

Elisabeth übergibt nun ihrem Staatssekretär Davidson den Hinrichtungsbefehl, welcher kurz darauf aber Davidson von Burleigh entwendet und umgesetzt wird.

Maria wird Hingerichtet, nach der Hinrichtung stellt sich jedoch heraus, dass Maria unschuldig war. Elisabeth will nun die Schuld auf Davidson und Burleigh abwälzen.

Am Schluss wird Elisabeth von ihren Beratern verlassen und verbleibt alleine.

Maria Stuart wird in diesem Drama als selbstbewusste, stolze und würdevolle Frau dargestellt. Jedoch wirkt sie durch ihre Gefangenschaft und Abhängigkeit gegenüber Männern als bedürftig, ängstlich und töricht. Zeitgleich werden jedoch auch ihr taktisches Geschick, ihre kämpferische Art und ihr starker Überlebenswille in den Vordergrund gestellt. Im Gegensatz zu Elisabeth wird sie als außerordentlich schön beschrieben.

Elisabeth zeigt passend zu ihrem unattraktiven Aussehen einen leicht manipulierbaren, angeberischen Charakter und wird als Basterdkönigin dargestellt.

Das Drama behandelt die Frage nach der individuellen Freiheit (Marias Körperliche Gefangenschaft im Gegensatz zu ihrer Geistigen Freiheit sowie Elisabeths Freiheit als Königin und ihre Unfreiheit durch den willen ihres Volkes), sowie die konfessionelle Auseinandersetzung zwischen Katholizismus und Protestantismus und dynastischen Problem auseinander. Weiterhin behandelt Schiller in diesem Roman das Motiv der Frauenrolle, der Eifersuche und der Staatsräson.

Als Schlüsselszene kann die Szene 4 im 3. Akt gesehen werden. Hier treffen die beiden Königinnen aufeinander. Hier wird klar, dass Maria Stuart lieber stolz stirbt und so mit sich im Reinen sein kann als in durch Demütigungen erworbener Freiheit zu leben.

Die starken Gegensätze innerhalb der beiden Protagonistinnen, die starke Kritik an der Aristokratie und die frage nach der moralischen Richtigkeit des Handelns der Charaktere so wie das typische Motiv der Freiheit zeigen klar dass Maria Stuart ein Drama aus de Epoche der Weimar Klassik ist.

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