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Kurzdarstellung des Spracherwerbs

Wie erwerben Kinder Sprache?

Ein im Leistungskurs Deutsch behandeltes Thema ist der Spracherwerb. Dazu zählt der hier kurz skizzierte Spracherwerb der Muttersprache in der Sprachentwicklung von Kindern.

Angeborener Mechanismus (Nativismus)

Der Fachbegriff Nativismus, wird vom lat. nativus (angeboren, natürlich) abgeleitet und bezeichnet bestimmte angeborene Fähigkeiten, die ein Kind von Geburt an mit bringt. So wird z.B. laut Bernd Reimann (”Die frühe Spachentwicklung des Kindes”) angenommen, dass ein Kind bereits bei seiner Geburt über 70 Phoneme (Grundlaute) unterscheiden kann. Dies sind sehr viel mehr als i.d.R. für die Muttersprache benötigt werden (für die Deutsche Sprache werden etwa 40 Phoneme benötigt).

Nachahmung und Konditionierung (Behaviorismus)

Kinder nehmen alle möglichen Phoneme (Laute) und Morpheme (Grundworte) aus ihrer Umgebung auf und speichern diese ab. Sei selektieren danach, welche Phoneme/Morpheme am häufigsten vorkommen. In einer weiteren Entwicklungsphase, beginnen sie Worte zu immitieren. Später reagieren sie mit verschiedenen Worten oder Aussagen auf bestimmte Auslöser. Auf diesem Wege beginnt das Kind das erste Mal eine Beziehung zu den Gegenständen um es herum aufzubauen.

Interaktion (Interaktionismus)

Erste Dialoge entstehen. Nach dem Grundkenntnisse über die Muttersprache sowohl grammatisch als auch lexikalisch erworben wurden, verpackt das Kind seine Wünsche und Gedanken in Sätze und beginnt Dialoge. Besonders durch Warum oder Was-Fragen werden diese Dialoge begonnen und weitergeführt.

Basierend auf ganzheitlicher konkreter Erfahrung (Kognitivismus)

Die kognitive Psychologie befasst sich damit, wie Menschen ihre Erfahrungen strukturieren und neue Situationen mit alten Erfahrungen in Verbindung setzen und Schlüsse daraus ableiten.

Während des Spracherwerbs macht das Kind bestimmte Erfahrungen (wenn es bsp. immer wieder von der Mutter verbessert wird). Auch über die verschiedenen Tonlagen der Mutter kann das Kind ableiten, wie Aussagen gemeint sind und speichert dies in seinem Erfahrungsschatz. Es kann später auf diese gemachten Erfahrungen zurück greifen um in ähnlichen Situationen eine optimale Reaktion abzuschätzen.

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