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Temperatur als ökologischer Faktor

Man unterscheidet zwischen wechselwarmen und gleichwarmen Organismen. Die wechselwarmen (poikilotherme) Tiere lassen ihre Körpertemperatur von der Umwelt bestimmen. Hierzu zählen neben Fischen und Amphibien auch Reptilien.

  • Bei Sonne suchen sie den Schatten, zuviel Sonne hätte erst den Sommerschlag und später auch den Hitzetod zur Folge.
  • Bei kühlem Wetter suchen sie die Sonne
  • Im Herbst suchen sie einen frostfreien Platz und verfallen in Kältestarre
  • Strenger Frost hätte den Kältetod zur Folge

Gleichwarme (homoitherme) Tiere sind Säugetiere und Vögel. Ihre Körpertemperatur wird durch das Regulierungszentrum im Gehirn gesteuert. Dies macht die Tiere größtenteils unabhängig von den Temperaturen. Hierzu wird allerdings ein hoher Nahrungs- und Energiebedarf benötigt.
Außerdem können sich viele Tiere durch dickes Fell oder Federn vor der Kälte schützen.

RGT-Regel

Die Reaktionsgeschwindigkeits-Temperatur-Regel
Bei einer Temperaturerhöhung von 10°C beschleunigen sich die Stoffwechselvorgänge um das zwei- bis drei-fache.

Klimaregeln:

Bergmannsche Regel

Laut der Bergmannschen Regel sind innerhalb eines Verwandtschaftskreises die Vertreter einer Art in kälteren Regionen größer als die in wärmeren Regionen.
Dies erklärt sich dadurch, dass die größeren Körper pro Volumeneinheit langsamer auskühlen als kleine.

Dies lässt sich am Beispiel des Pinguins belegen:
Der größte und schwerste Pinguin (ca. 125 cm groß) ist der Kaiserpinguin und lebt in der Antarktis. Der Magelanpinguin auf Feuerland und den Falkland Inseln misst nur etwa 70 cm und der kleinste Vertreter, der Galapagospinguin auf den Galapagosinseln kommt gerade einmal auf 50 cm.
Allensche Regel

Die Allensche Regel besagt, dass die Körperfortsätze wie Ohren, Schwanz, Beine etc. bei gleichwarmen Tieren innerhalb eines Verwandschaftskreises in wärmeren Regionen größer sind und mehr vom Körper abstehen.
In kälteren Regionen sind diese Fortsätze kleiner und liegen enger am Körper. Dies hat zur Folge, dass die Tiere in wärmenren Regionen die Körperwärme besser über die Körperfortsätze an die Umwelt abgeben können. In kälteren Regionen, sind die Körperfortsätze durch das eng am Körper liegen besser geschützt und frieren so nicht so schnell ab.

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