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Transpiration eines Laubblattes

Transpiration eines Laubblattes

Querschnitt eines Laubblattes mit Cuticula, Palisadenparenchym, Schwammparenchym und Spaltöffnungen in der unteren Epidermis Der Blattquerschnitt (links) zeigt ein sog. bifaciales Laubblatt. Bifacial bedeutet, dass die Blattunterseite anders aussieht als die -oberseite.

Auf der oberen Seite des Blattes befindet sich die Cuticula (oder Kutikula) eine dünne wachsartige Schicht, die die Pflanze vor dem Austrocknen schützt.

Cuticuläre Transpiration

Auch über die Cuticula erfolgt eine Transpiration. Im Vergleich zur stromateren Transpiration, ist die Transpirationsrate über die Cuticula allerdings sehr gering und lässt sich von der Pflanze nicht beeinflussen.

Direkt unter der Cuticula liegt die Epidermis. Sie besteht nur aus Zellschicht und bildet sozusagen das “Abschlussgewebe”. Unter der Epidermis befindet sich das Palisadenparenchym und darunter das Schwammparenchym. Zwischen den einzelnen Zellen des Schwammparenchyms befinden sich Luftgefüllte Zwischenräume die sog. interzellularen.

Am unteren Ende des Blattes befindet sich die untere Epidermis, mit Spaltöffnungen (Stomata). Diese Spaltöffnungen bestehen aus zwei Schließzellen, die reichhaltig mit Chloroplasten besetzt sind.

Der Weg des Wassers

Das Wasser wird über die Cuticula (Blattober und -unterseite) sowie über die Spaltöffnungen nach außen abgegeben. Es wandert sozusagen aus dem Schwammparenchym in die interzellularen, wo es sich sammelt um dann über die Spaltöffnungen abgegeben zu werden.

Aus verschiedenen Versuchen ist bekannt, dass die Transpiration mit der Tageszeit zusammenhängt.

Zwischen 6 und 10 Uhr steigt die Transpirationsrate linear mit leichter Steigung an. Bis ca 12 Uhr nimmt die Steigung der Transpirationsrate rapide zu. Etwa um 12 Uhr erreicht sie ihren Höhepunkt und fällt dann kurzfristig ab um gegen 14 Uhr ein weiteres lokales Maximum zu erreichen. Danach sinkt sie rapide bis ca. 16 Uhr und fällt von da aus nicht mehr ganz so steil bis 20 Uhr. Zwischen 20:00 Uhr und 6:00 Uhr ist die Transpiration praktisch nicht vorhanden.

Der Kurze “Abfall” der Transpirationsrate zwischen 12 und 14 Uhr lässt darauf schließen, dass die Pflanze ihre Transpirationsrate reguliert hat um z.B. nicht auszutrocknen.

Diese Tageszeitübersicht lässt sich leicht erklären, wenn man die äußeren Umweltfaktoren kennt, die die Transpiration der Pflanze beeinflussen können. Dazu zählen die Temperatur, die Lichtintensität und die Windstärke.

Anmerkung zum Bild: Creative Common Lizenz. Das Bild stammt vom Wikipedia-Nutzer H MCKenna.

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